Im Physikunterricht der Klasse 8f wurde es in der letzten Schulwoche spektakulär: Herr von Gizycki führte ein ganz besonderes Experiment durch, bei dem nicht nur Theorie, sondern auch Muskelkraft gefragt war. Im Treppenhaus der Schule, direkt neben dem Atrium, kam ein großer Flaschenzug zum Einsatz. Damit konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Lehrer höchstpersönlich in die Luft zu ziehen. Auch der/die ein oder andere Schüler bzw. Schülerin nahm auf der Schaukel Platz, um sich hochziehen zu lassen.
Das Unterrichtsthema lautete „kraftsparende Vorrichtungen“. Neben Hebeln, schiefen Ebenen und Schrauben wurde der Flaschenzug als klassisches Beispiel für mechanische Unterstützung gewählt. Dabei konnten die Achtklässler selbst erleben, wie mithilfe eines mehrfachen Flaschenzugs die nötige Kraft stark reduziert werden kann: Statt das gesamte Gewicht zu stemmen, mussten sie nur ein Sechstel davon aufbringen. Das war genug, um Herrn von Gizycki mühelos emporzuheben.
Doch ganz ohne Einsatz geht es natürlich nicht: Wie Herr von Gizycki erklärte, muss bei geringerer Kraft eine längere Strecke am Seil gezogen werden, in diesem Fall das Sechsfache. Genau das besagt auch die „Goldene Regel der Mechanik“: Energie lässt sich nicht einsparen, sie bleibt immer gleich. Nur die Art und Weise, wie sie aufgebracht wird, kann sich verändern.
Ein lehrreicher und unterhaltsamer Versuch, der die physikalischen Grundlagen greifbar und unvergesslich machte. Wer hätte gedacht, dass Physik so amüsant sein kann.