Am Montag, den 17. August 2026, machte die bundesweite Bustour „Expedition Depression“ Halt an der Söhre-Schule. Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 erhielten dabei die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema psychische Gesundheit und insbesondere mit Depressionen auseinanderzusetzen. Obwohl mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland an Depressionen leiden, gibt es viele Tabus und Wissenslücken. Im Alter von 12 bis 17 Jahren leiden fünf bis zehn Prozent der Jugendlichen unter Depressionen.
Im Mittelpunkt des Präventionsprojekts steht ein Roadtrip durch Deutschland: Fünf junge Erwachsene erzählen von ihren eigenen Erfahrungen mit Depressionen, die sie bereits als Kinder und Jugendliche erlebt haben. Ihre gemeinsame Reise macht deutlich, wie unterschiedlich Depressionen erlebt werden können und wie wichtig Austausch ist.
Nach der Vorführung des Dokumentarfilms „Expedition Depression“ kamen die Jugendlichen mit Fachleuten und der Protagonistin des Films, Jaqueline, ins Gespräch. Dabei ging es darum, was eine Depression eigentlich ist, woran sie sich erkennen lässt und warum sie weit mehr als eine vorübergehende schlechte Stimmung ist. Typische Symptome sind anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude und Interesse, Erschöpfung oder Veränderungen von Schlaf und Appetit.
Ein wichtiges Anliegen des Projekts ist es, Vorurteile abzubauen und Jugendlichen Mut zu machen, offen über seelische Gesundheit zu sprechen. Gleichzeitig wurden Anlaufstellen und Möglichkeiten aufgezeigt, wo Betroffene Unterstützung finden können. Denn eine Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung und keine persönliche Schwäche. Mit Verständnis, Unterstützung und der richtigen Behandlung können viele Betroffene wieder gesund werden.
Wir freuen uns, dass die Söhre-Schule für dieses wichtige bundesweite Präventionsprojekt ausgewählt wurde. „Expedition Depression“ setzt ein wichtiges Zeichen: Über psychische Gesundheit zu sprechen, ist kein Tabu, sondern ein wichtiger Schritt zu mehr Verständnis und Hilfe.