Wahlpflichtkonzept der Söhre-Schule

1. Ziele und Grundprinzipien

Zum Schuljahr 2015/2016 wurde in den maßgeblichen Gremien ein neues Wahlpflichtkonzept für alle Schulzweige beschlossen. Ziel des Wahlpflichtunterricht in allen Schulzweigen ist es, das bestehende bestehenden Bildungsangebot der Söhre-Schule sinnvoll zu ergänzen sowie Orientierung zu geben im Hinblick auf die weitere Lebensgestaltung unserer Schülerinnen und Schüler. Bestimmend waren dabei vor allem folgende Fragestellungen: „Wie gestalte ich mein (Erwerbs-) leben?“ und „Wie erlebe ich mich als Teil der Gesellschaft sowie der mich umgebenden Natur?“.

Folgende Grundprinzipien sollen dabei leitend sein:

  • Vielfältigkeit
  • schulzweigübergreifende Angebote
  • schulzweigspezifische Umsetzung der formulierten Leitprinzipien, Vorrang der Berufsorientierung im Haupt- und Realschulzweig

2. Organisation

Auf der Grundlage der oben formulierten leitenden Fragestellungen werden folgende übergreifende Themenbereiche (TB) differenziert, für die Angebote eingerichtet werden sollen:

  1. Fremdsprachen (TB 1)
  2. Wirtschaft und Technik (TB 2)
  3. Leben und Gesundheit (TB 3)
  4. Umwelt und Natur (TB 4)
  5. Informationstechnik (TB 5)
  6. Kulturelle Praxis (TB 6)


3. Grundsätze der inhaltlichen Ausgestaltung der Angebote

  • Es liegt ein Curriculum bzw. Jahresarbeitsplan vor, in dem auch die Prinzipien der Leistungsfeststellung gemäß gültiger Verordnung präzisiert sind.
  • Die inhaltliche Ausgestaltung ist in der jeweiligen Fachkonferenz diskutiert und abgestimmt worden. Die Durchführung eines Wahlpflichtangebots ist nicht an bestimmte Personen gebunden.
  • Die inhaltliche Ausgestaltung der Angebote ergänzt die Fachcurricula.
  • Praktische Ansätze und Produktorientierung sollen auch außerhalb der Arbeit in den Werkstätten Priorität haben * Mit den Schuljahren sollen die Anforderungen an Schülerinnen und Schüler wachsen.
  • Individualisierung und altersgerechte Selbständigkeit sollen im Vordergrund der inhaltlichen und methodischen Ausgestaltung der Angebote stehen.


4. Umsetzung in den Schulzweigen

Hauptschulzweig

Folgende Regelungen gelten für den Hauptschulschulzweig:

  • Dem Fach Arbeitslehre ist zum Zweck der Berufsorientierung ein besonderer Raum eingeräumt worden, indem es durchgängig zweistündig im Rahmen der schuleigenen Stundentafel unterrichtet wird. Im Rahmen kleiner Hauptschulklassen lässt sich so der Unterricht in allen Werkstätten problemlos durchführen.
  • Der Wahlpflichtunterricht wird als Projektunterricht durchgeführt, welcher in enger Zusammenarbeit mit den Klassenlehrer/-innen in besonderer Weise Teamfähigkeit und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert. Die Dokumentation in Form eines aussagekräftigen Portfolios eröffnet gute Möglichkeiten bei der Berufsberatung sowie als Dokumentation eigener Interessen und Stärken im Bewerbungsverfahren.
  • Im Jahrgang 9 werden die Stunden des Wahlpflichtunterrichts zum Projektunterricht und zur Ermöglichung eines Praxistages für alle Schüler/-innen verwendet.

Jahrgänge 7/8

auf Band (2-stündig)

Projektunterricht: Der Wahlpflichtunterricht wird in Form eines Projektunterrichts durchgeführt:

Hier gelten folgende Regelungen:

  • Der Unterricht wird durch die Klassenlehrer/-innen vorbereitet und durchgeführt.
  • Im halbjährlichen Wechsel werden zwei Oberthemen für Projekte angeboten, in die sich die Schüler/-innen einwählen.
  • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an je einem Projekt pro Halbjahr. Mitarbeit und Projektergebnis sind entsprechend der gültigen Verordnung Grundlagen der Bewertung.
  • Die Projekte können klassenübergreifend durchgeführt werden.

Jahrgang 9

Durchführung des Praxistages/Projektunterricht.

Realschulzweig

Folgende Regelungen gelten für den Realschulzweig:

Schülerinnen und Schüler, die Französisch als zweite Fremdsprache wählen, nehmen nicht am übrigen Wahlpflichtunterricht teil.
Dem Fach Arbeitslehre wird zum Zweck der Berufsorientierung ein besonderer Raum eingeräumt.
Die Angebote in den Jahrgängen 9 und 10 werden schulzweigübergreifend (Realschul- und Gymnasialzweig) und zweijährig organisiert.
Im Hinblick auf weiterführende Bildungsgänge sollen einzelne Wahlpflichtangebote eine Ergänzung zur jeweiligen Stundentafel im Jahrgang sein.

Angebote:

Jahrgang 7 Jahrgang 8 Jahrgang 9  Jahrgang 10
2 Bänder (jeweils 2-stündig) 2 Bänder (jeweils 2-stündig) 2 Bänder (jeweils 2-stündig) 1 Band (2-stündig)
Französisch (4-stündig + 1)
Arbeitslehre 1
Arbeitslehre 2
Arbeitslehre 3
(TB 2)
Naturwissenschaften (TB 4)
Sport und Gesundheit (TB 3)
Musik (TB 6)
Französisch (4-stündig)
Arbeitslehre 1 (TB 2)
Arbeitslehre 2 (bei entsprechender Nachfrage)
Informatik (TB 5)
Gesellschaftswissenschaften (TB 3 oder TB 4)
Naturwissenschaften (TB 4)
Sport und Gesundheit (TB 3)
Kunst (TB 6)
Französisch (4-stündig)
Informatik (TB 5)
Gesellschaftswissenschaften (TB 3 oder TB 4)
Arbeitswelt und Technik (TB 4)
Zweijährige Angebote, schulzweigübergreifend R/G:
Musik (TB 6)
Kunst (TB 6)
Naturwissenschaften (TB 4)
Sport und Gesundheit (TB 3)
Darstellendes Spiel (TB 6)
Arbeitslehre
Spanisch (TB 1)
Informatik (TB 5)
Französisch (2-stündig)
Zweijährige Angebote, schulzweigübergreifend R/G:
Musik (TB 6)
Kunst (TB 6)
Naturwissenschaften (TB 4)
Sport und Gesundheit (TB 3)
Darstellendes Spiel (TB 6)
Arbeitslehre Spanisch (TB 1)
Informatik (TB 5)


Gymnasialzweig

Folgende Regelungen gelten für den Gymnasialzweig:

  • Die Angebote in den Jahrgängen 9 und 10 werden schulzweigübergreifend (Realschul- und Gymnasialzweig) und zweijährig organisiert.
  • Im Hinblick auf weiterführende Bildungsgänge sollen einzelne Wahlpflichtangebote eine Ergänzung zur jeweiligen Stundentafel im Jahrgang sein.

Angebote:

Jahrgänge 9/10

auf Band (2stündig)

Zweijährige Angebote, schulzweigübergreifend R/G:
Musik (TB 6)
Kunst (TB 6)
Naturwissenschaften (TB 4)
Sport und Gesundheit (TB 3)
Darstellendes Spiel (TB 6)
Arbeitslehre (opt. Schülerfirma, TB 2)
Spanisch (TB 1)
Informatik (TB 5)


5. Evaluation

Das neue Wahlpflichtkonzept soll nach zwei Jahren einer Zwischenevaluation, nach vier Jahren einer abschließenden Evaluation unterzogen werden. Verantwortlich hierfür ist die Schulleitung.


6. Übergangsregelungen

  • Das neue Wahlpflichtkonzept wird mit dem neuen Jahrgang 7 im Schuljahr 2015/2016 eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8, 9 und 10 werden bis zum Abschluss ihrer Schulzeit an der Söhre-Schule nach dem bestehenden Wahlpflichtkonzept unterrichtet.
  • Das schulzweigübergreifende zweijährige Angebot Bili-Englisch in den Jahrgängen 9 und 10 bleibt so lange bestehen, bis Schülerinnen und Schüler, die nach dem noch zu verabschiedenden neuen Bili-Konzept ab Jahrgang 6 unterrichtet werden, in den Jahrgang 9 eintreten.

Ansprechpartner ist Herr Volker Müller.