Zeitfenstertage im Jahrgang 6

Die Klasse 6c lernte am ersten Zeitfenstertag im Rahmen des Methodentrainings mehr zum Thema Lesen. Beim selektiven Lesen zum Beispiel gilt es, gezielt bestimmte Informationen aus einem Sachtext zu entnehmen. Auch das Ordnen von Textbausteinen, das Finden von Überschriften zu Kapiteln oder Textinhalte knapp wiedergeben zu können lernten die Schülerinnen und Schüler.

Am zweiten Zeitfenstertag stand ein Besuch der Grimmwelt in Kassel auf dem Programm. Durch sachkundige Führungen erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie viel Tinte die Brüder Grimm in ihrem Leben verwendeten und wie viel Briefe sie in alle Welt schrieben. Sie erfuhren einiges über die gesamte Familie Grimm, z.B. dass der „Malerbruder“ Ludwig Emil Grimm, genannt Louie, viele Märchen illustrierte.   Beeindruckend war die Wörtersammlung von Jacob und Wilhelm Grimm, die über 25 Jahre daran gearbeitet haben und bis zu ihrem Tod nur bis zum Buchstaben „F“ kommen konnten. Das deutsche Wörterbuch wird auch heute noch immer wieder aktualisiert, es werden neue Wörter der deutschen Sprache aufgenommen, also wird es nie vollständig sein. Den Brüdern Grimm verdanken wir das erste deutsche Wörterbuch und es macht deutlich, dass die Brüder weit mehr als nur Märchensammler waren, nämlich wichtige Sprachwissenschaftler.

Sehr aufmerksam und motiviert hörten die Schülerinnen und Schüler den Gästeführern zu, stellten interessiert Fragen und konnten einiges im der Grimmwelt selbst ausprobieren. So machte es allen Spaß, Schimpfwörter in ein großes Rohr zu rufen, das darauf hin heute nicht mehr gebräuchliche (Schimpf-)Wörter erwiderte, wie „Vettel“, „Pergamentmotte“ oder „Stinkstiefel“.

Appetit auf mehr machte den Kindern das Süßigkeiten-Haus, das an das Märchen „Hänsel und Gretel“ erinnerte, denn innen roch es verlockend nach den im Haus festgeklebten Süßigkeiten. So konnte man nachvollziehen, warum es die hungrigen Kinder Hänsel und Gretel in das Hexenhaus verschlug.

Auch das „Rotkäppchen-Haus“ kam bei den Kindern gut an, denn man musste im Haus auf einem Stuhl Platz nehmen und sah sich dem in Bett liegenden Wolf gegenüber, der sich als Großmutter verkleidet hatte. Der Wolf sprach mit einem und wurde dabei immer größer, was schon beängstigend und aufregend wirkte. Das waren Rotkäppchens Gefühle hautnah!

Insgesamt hat die Grimmwelt allen Kindern sehr gut gefallen und sie waren sich einig, dass ein Museum wie dieses alles andere als langweilig ist.

Am dritten Zeitfenstertag ging es um Übungen zur Teamarbeit und zum Zusammenhalt der Klasse. Dabei konnten bei gutem Wetter draußen Spiele gemacht werden, die nicht nur Teamarbeit, sondern auch Konzentration erforderten. Auch im Klassenraum wurde viel geredet, es wurden Meinungen ausgetauscht, Lösungen von Problemen besprochen und viel gelacht. Wieder einmal waren es gelungene Zeitfensteraktivitäten!

Auf dem Dach der Grimmwelt

Teamspiele im Freien

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