Schule ohne Rassismus - Sorgenbaum im Jahrgang 5

Der Sorgenbaum, so sagt es eine indische Legende, soll die Sorgen, Ängste und Nöte der Dorfbewohner aufladen. Einzige Bedingung: Die Dorfbewohner dürfen ihre Sorgen ablegen, im Gegenzug dafür aber die Sorgen eines Anderen mitnehmen. Schnell wird klar, dass die eigenen Sorgen oft nichtiger sind als die eigenen. Mit Rücksicht und Empathie für den Anderen können aber viele Ängste und Nöte gemildert werden.

 

Dies ist die Idee, die hinter dem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Projekt für das Jahr 2017 steht: Den Schülerinnen und Schülern Raum geben, um offen über ihre Sorgen zu sprechen und mit diesen besser umgehen zu können. Die Aufarbeitung kann im Klassenlehrerunterricht oder im Zuge der Mediation weiter vertieft werden. Zudem zeigt sich hierbei, dass die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 oft die gleichen Sorgen haben. Vielleicht kann hierbei schon das Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ greifen. Man ist nicht allein – vielleicht eine Möglichkeit, um sich auszutauschen und offen über Probleme zu sprechen.

 

Das deutschlandweite Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzt sich zum Ziel, dass Schülerinnen und Schüler mit dieser Auszeichnung „Verantwortung für das Klima an ihrer Schule übernehmen, indem man sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wendet.

Und so hat die Schülervertretung für dieses Jahr den Sorgenbaum ausgewählt, um dem Jahrgang 5 die Möglichkeit zu geben, mögliche Probleme offen anzusprechen.

Hierfür lud die Schülervertretung mit dem Verbindungslehrer Matthias Fichtner zu einer Präsentation in den Theaterraum ein. Nachdem der Schulleiter Arno Scheinost die Schülerinnen und Schüler samt Klassenleitungen begrüßt hatte, führte die Schulsprecherin Angelina Lemmel in die Thematik ein und erläuterte den Schülerinnen und Schülern das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diesen Titel trägt die Söhre-Schule seit dem 5.12.2016.

Daran anknüpfend gab es eine mediale Vorführung der indischen Legende – im Fokus hierbei der Sorgenbaum. Die Legende wurde von der Schauspielerin und Patin der Söhre-Schule, Katharina Küpper, verlesen. Nach diesem visuellen Impuls erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in einem geschützten Raum ihren „Sorgenbaum“ und teilten ihre Sorgen recht offen auf Blättern mit, die an einen dafür hergestellten Holzbaum geklebt wurden.

 

Die Schülervertretung sagt „DANKE“ für die tatkräftige Unterstützung seitens der KlassenlehrerInnen des Jahrgangs 5, sowie der Schulleitung für die Umsetzung sowie Herrn Radtke und Frau Menne für die Herstellung des Holzbaumes. Herzlicher Dank geht auch nach Berlin an Frau Küpper, die das Projekt tatkräftig unterstützt und mit ihrer akustischen Verlesung der Legende eine einladende Stimmung erzielen konnte. 

Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 5a vor dem Sorgenbaum.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a thematisieren die Sorgen des Jahrgangs.

Die Schülervertretung der Söhre-Schule vor dem gestalteten Sorgenbaum. 

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