USA-Austauschprogramm

Die Söhre-Schule Lohfelden nimmt seit Jahren am Schüleraustauschprogramm der Organisation „Friendship-Connection“ teil.
Dabei werden bis zu 10 Schüler/-innen für 4 Wochen bei einer Gastfamilie in den USA, vorwiegend im Osten, aber auch an der Westküste, untergebracht. Während dieser Zeit, die sich immer über die Osterferien erstreckt, nehmen sie teil am (all-)täglichen Leben ihrer Gastfamilie und ihres Austauschpartners. Das bedeutet, sie gehen dort in die Schule, nehmen am Familienleben teil, besuchen Veranstaltungen und nehmen z.T. an Urlaubsreisen ihrer Gastfamilien teil. Vor allem sind sie gern gesehene Fachleute im dortigen Deutschunterricht.
Die Schüler werden von den beiden verantwortlichen Lehrkräften an der Schule, Frau Wiegand und Herr Buchler, sorgfältig ausgewählt. Dabei sind nicht gute Noten in Englisch Voraussetzung, sondern Engagement und die Fähigkeit, ein guter „Botschafter“ der Schule zu sein. Durch das sehr intensive Auswahlverfahren und die daraus resultierende gute „Passung“ der deutschen und amerikanischen Schüler entstehen häufig enge Freundschaften zwischen den Austauschpartnern, die oft über Jahre anhalten und selbst organisierte Besuche folgen lassen. Der Gegenbesuch der amerikanischen Schüler erfolgt meist gegen Ende unseres Schuljahres im Juni/Juli.
Die Lehrkräfte selbst wechseln sich ab in ihrer Tätigkeit als Begleitlehrer, d.h. sie begleiten die Teilnehmer/-innen des Programms z.T. auf den Hin- und Rückflügen und besuchen sie vor Ort an der Schule. Im Falle von Problemen sind sie im Kontakt mit der verantwortlichen Lehrkraft vor Ort oder der leitenden Person der Organisation in den USA. Bei ca. 450 Austauschschülern aus ganz Deutschland ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Schüler der Söhre-Schule auch von deren Lehrern betreut werden.
Die Kosten betragen ca. 1400 €, darin eingeschlossen sind Flug, Versicherung etc. Es fallen nur noch die Kosten für das Taschengeld an. Trotz dieses doch recht ansehnlichen Betrages müssen fast jedes Jahr Bewerber abgelehnt werden.
Das Programm ist sehr erfolgreich, viele Eltern sind gerne bereit, mehreren ihrer Kinder den Austausch zu ermöglichen. Die Schüler/-innnen verbessern in den meisten Fällen nicht nur ihre Englischkenntnisse deutlich, sondern reifen in dieser Zeit auch merklich.

Mehr Informationen über die Organisation finden Sie unter: friendshipconnection.org.
An der Schule stehen Ihnen Frau Wiegand und Herr Buchler als Ansprechpartner zur Verfügung.

USA-Austausch 2018 - Schülerinnen berichten

Der Austausch nach Amerika war eine tolle Erfahrung! Ich habe die amerikanische Kultur, das doch so unterschiedliche Schulsystem und wundervolle Menschen kennengelernt. Mit meiner Gastfamilie hatte ich gar keine Probleme, im Gegenteil. Die Gasteltern haben mich sofort in die Familie aufgenommen und mir das Gefühl gegeben, ein Teil ihrer Familie zu sein. Nicht nur meine Gastfamilie und ich unternahmen Dinge zusammen, sondern auch die anderen Amerikaner mit deutschen Austauschpartnern machten gemeinsam mit uns Unternehmungen. Zum Beispiel gingen wir alle gemeinsam in die Trampolinhalle, besichtigten die Stadt Cleveland. Manchmal trafen wir uns einfach bei jemandem zu Hause, spielten Gemeinschaftsspiele und verbrachten zusammen Zeit. Eins hatten wir immer: sehr viel Spaß. 

Immer wenn meine Gastfamilie und ich Essen gegangen sind, lernte ich aufs Neue das typisch amerikanische Essen kennen - Sandwiches, Hamburger und Cupcakes haben dort natürlich nicht gefehlt. Zusammen mit meiner Gastfamilie sind wir für ein Wochenende in die Hauptstadt von Amerika gefahren und haben diese besichtigt. Auch die Niagara Falls, die man sonst immer nur auf Postkarten und im Fernsehen zu sehen bekommt, durfte ich live anschauen und war beeindruckt von diesem Naturschauspiel. 

Auch die amerikanische Schule war im Vergleich zur deutschen Schule sehr unterschiedlich - sowohl im positiven als auch in manchen Teilen im negativen Bereich. In den ersten paar Tagen besuchte ich dieselben Klassen wie meine Austauschpartnerin. Sehr positiv war, dass wir deutschen Austauschpartner nach ein paar Tagen, nachdem wir die Schule kennengelernt und Bekanntschaften geschlossen hatten, die Klassen nach unseren persönlichen Interessen wählen konnten. Ganz anders als in deutschen Schulen gab es nur  wenig Fächer, die man belegen konnte. Jeden Tag hatte man dieselben Fächer, was aus meiner Sicht ein wenig langweilig war. Nach Ende des Fachs wechselten die Schüler den Raum, um in ihre nächste Klasse zu gehen, in der der Lehrer wartete. So war man wieder einem anderen Kurs mit unterschiedlichen Mitschülern. Die amerikanische Schule war zudem sehr digitalisiert: Jeder hatte ein kleines Chromebook, es wurde mit elektrischen Stiften auf Smartboards geschrieben und Folien durch einen Overhead-Projektor an die Wand projiziert. 

Alles in allem bin ich sehr froh, dass ich dieses Angebot wahrgenommen und den Austausch gemacht habe. Ich kann dieses Programm nur weiterempfehlen! 

Ich bin mit meiner Austauschpartnerin und ihren Freunden noch immer stets im Kontakt, habe wundervolle Erfahrungen gesammelt und hatte eine tolle Zeit, an die ich mich immer wieder gerne zurück erinnern möchte. 

Maria Lingenfelser, 10 b

 

Vom 20. März bis zum 18. April war ich in den USA, in Ohio, in einer Stadt namens Holmesville. Meine Austauschfamilie war sehr nett und hat mich herzlich aufgenommen. Meine Austauschschülerin namens Sheri hat vier Brüder: Die Jüngsten sind Zwillinge namens Keith und Kyle, und die beiden Älteren heißen Josiah und Jesse. Davon waren aber nur zwei bei uns zu Hause, da Kyle in einem anderen Land arbeitet und Jesse mit seiner Familie in einem anderen Haus wohnt. Dennoch kam er manchmal bei uns zu Besuch.

Der Vater, Reuben, ist Feuerwehrmann und deshalb auch nicht so oft zu Hause. In der zweiten Woche hat er mich in dem Feuerwehrhaus, in dem er arbeitet, herumgeführt und mir alles gezeigt. Die Mutter, Dorothy, war fast immer bei uns zu Hause und hat auch viel mit uns unternommen.

In der ersten Woche musste ich mich erstmal an alles gewöhnen, besonders an die unterschiedlichen Umstände und den Zeitunterschied. An meinem zweiten Tag und somit ersten Schultag wurde die Schule abgesagt, da es viel geschneit hatte und  deshalb verbrachten wir den Tag damit, uns besser kennenzulernen.

Die Schule dort war so, wie man es auch immer in den amerikanischen Filmen und Serien zeigt. Jeder an der Schule hatte seinen eigenen Laptop, den man sich am Anfang des Schultages aus einer bestimmten Klasse holen und am Ende wieder dorthin bringen musste. Die Schüler waren sehr nett und man hat sich wirklich willkommen gefühlt. In unserer Ferienwoche sind wir in die umliegenden Städte gefahren, um dort shoppen zu gehen und damit ich das Essen in den verschiedenen Restaurants probieren konnte.

Ich habe die Freunde meiner Austauschpartnerin kennengelernt und besonders mit ihrer besten Freundin habe ich mich gut verstanden. Zusammen haben wir mehrere Spieleabende veranstaltet und auch mit ihren Brüdern habe ich viel Zeit verbracht. Am vorletzten Wochenende sind wir zusammen mit der ganzen Familie in den Staat New York zu den Niagara-Fällen gefahren. Wir haben dort eine Nacht in einem Hotel geschlafen und konnten so die Niagara-Fälle am Tag und auch in der Nacht ansehen.

In der letzten Woche haben wir noch mehr Zeit mit der Familie verbracht und als wir uns dann verabschieden mussten, fiel uns das sehr schwer. Sheri und ich sind in dieser Zeit wirklich gute Freundinnen geworden und ich habe mich in der Familie wie zu Hause gefühlt. Diese vier Wochen waren eine schöne und einmalige Erfahrung, denn ich konnte neue Freunde finden und lernen, wie das Alltagsleben in einem anderen Land ist.

Tina Tragelehn, 10a