Hundgestützte Pädagogik an der Söhre-Schule

Unter hundegestützter Pädagogik versteht man den systematisch geplanten Einsatz von ausgebildeten Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernatmosphäre und individueller Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schülerinnen und Schüler.

Dabei unterstützt der Hund als "Co–Pädagoge" die Lehrer:in bei deren Erziehungs– und Bildungsauftrag. Der Umfang und die Inhalte des hundegestützten Unterrichts reichen dabei von der reinen Anwesenheit des Hundes in der Schule bis hin zum aktiven fachbezogenen Einsatz des Vierbeiners als Lernkamerad im Unterricht.

Warum ein Schulhund?

Ein Schulhund kann das Schul- und Klassenklima verbessern. Durch seine Anwesenheit entsteht eine Atmosphäre des Wohlfühlens. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Wirkungen der Tiergestützten Pädagogik konnten überwiegend bestätigen:

  • Steigerung der Empathie gegenüber Tieren
  • verbesserte Integration in den Klassenverband
  • Reduktion von aggressivem Verhalten, v.a. bei Jungen
  • Verbesserung des Klassenklimas
  • gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber der Lehrkraft
  • Steigerung der Lernfreude
  • Verbesserung der Einstellung gegenüber der Schule, weniger Schulunlust
  • Verbesserung der Nutzung adaptiver Strategien zur Regulation negativer Emotionen
  • gesteigerte Konzentration
  • exaktere Ausführung von Aufgaben

Das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit des Einzelnen werden im Umgang mit dem Hund gestärkt, da der Hund freudig und unvoreingenommen auf den Menschen zugeht.

Durch einen Schulhund kann man neue Wege der Kommunikation kennenlernen. Man lernt am Hund das genaue Beobachten von Mimik und Körpersprache und kann dies auf das Miteinander im eigenen Umfeld übertragen. Ein Hund kommuniziert offen und ehrlich.

Hunde lehren alternative Wege im Umgang mit Aggressionen. Sie ziehen sich bei rücksichtslosem Verhalten zurück und fordern einen ruhigen und empathischen Umgang.

Ein Hund an unserer Schule

Im aktuellen Schuljahr begleitet unser Schulhund Buddy sein „Frauchen Frau Sonja Stern“ mehrmals in der Woche im Unterricht. 

Außerdem für die Klassenstufen 5 und 6 eine Hunde-AG angeboten, in der man viel über Hunde und den artgerechten Umgang mit ihnen lernen kann.
Dazu gehört mit Buddy zu trainieren, zu spielen und natürlich auch zu kuscheln.

Buddy stellt sich vor

Golden Retriever Rüde mit Namen BUDDY (* 08.10.2019)

ein Hund

Der Hund wird regelmäßig geimpft und entwurmt.
Ein Impfausweis und ein aktuelles Gesundheitsattest liegen vor.

Der Hund darf sich nicht in der Mensa, in der Cafeteria oder in der Schulküche aufhalten.

 

Regeln für den Umgang

Alle Schülerinnen und Schüler lernen bereits vor dem ersten Kontakt mit unserem Schulhund Buddy wichtige Verhaltens- und Umgangsregeln.

  • Die Schüler:innen verhalten sich leise und bewegen sich langsam.
  • Nur das Kind arbeite mit dem Hund, das den Leckerli-Beutel hat.
  • Alle achten darauf, dass nicht auf dem Boden liegt, was der Hund fressen könnte.
  • Den Hund dürfen immer nur maximal zwei Hände streicheln!
  • Dem Hund werden keine Kommandos gegeben! Es sei denn, es ist mit Frau Stern abgesprochen.
  • Der Hund wird nicht gefüttert! Es sei denn, Frau Stern hat es erlaubt.
  • Liegt der Hund in seiner Box, wird er nicht gestört.
  • Wenn der Hund an der Leine durch das Haus geführt wird (besonders in den Pausen) dann wird er bitte nicht angesprochen und angefasst werden.

In jedem Klassenzimmer besteht die Möglichkeit sich die Hände zu reinigen.

Nach Kontakt zum Hund - Hände waschen nicht vergessen.