Ganztagskonzept

Im Zuge der notwendigen Evaluation des Ganztagsprofils hat sich die Schulgemeinde nach Beteiligung aller Gremien für eine Neuausrichtung des Tagesrhythmus sowie eine Ausweitung der Ganztagsangebote zum Schuljahr 2013/2014 entschieden. Folgende Zielsetzungen waren dabei leitend:

  • Steigerung des Lernerfolgs sowie der Effektivität des Lernens durch Wechsel von Phasen der An- und Entspannung im Tagesablauf
  • in der Folge: Entschleunigung des Lernens und Lehrens
  • Einrichtung einer Klassenlehrerstunde für alle Jahrgänge zur Besprechung von Klassenangelegenheiten
  • Erweiterung des Ganztagsangebots zum Zweck der weiteren Individualisierung des Lernens im Sinne des Fördern und Forderns
  • Einrichtung eines breiten AG-Angebots außerhalb der Unterrichtszeit
  • Sicherstellung einer verlässlichen Betreuung über den ganzen Tag

In Stichpunkten lässt sich das Ganztagskonzepte der Schule entsprechend des gültigen Qualitätsrahmens für ganztägig arbeitende Schulen folgendermaßen darstellen:

1. Steuerung der Schule

  • bis zur noch ausstehenden Wiederbesetzung des Ganztagskoordinators Gesamtverantwortung beim Schulleiter
  • Budgetverantwortung über die Mittel aus „Geld statt Stelle“ beim Schulleiter in Zusammenarbeit mit dem Förderverein, der die Mittel verwaltet.
  • zu Beginn des Schuljahres 2012/13 Evaluation der Ganztagsarbeit auf der Grundlage des Qualitätsrahmens durch eine schulinterne Lenkungsgruppe, auf Grundlage dieser Evaluation und ausgehend von den Ergebnissen eines Pädagogischen Nachmittags im Herbst 2013 Erarbeitung der neuen Zeitstruktur ab dem Schuljahr 2013/14
  • systemische Evaluation bei Lehrerinnen und Lehrern hat bereits stattgefunden, eine Schülerevaluation ist in Vorbereitung und soll mit Beginn des Schuljahres 2014/15 durchgeführt werden, weitere regelmäßige Evaluationen zur Weiterentwicklung sind vorgesehen

2. Unterricht und Angebote

  • v. a. unterrichterweiternde Maßnahmen, die Stärken, Entwicklungsbedarfe, Interessen und Kompetenzen berücksichtigen
  • erweiternde Pflichtstunden über den Tag hinweg: Neigungsunterricht, Förder- und Forderunterricht, Üben und Vertiefen, Klassenratsstunde für alle Jahrgänge, Übungs- und Vertiefungsstunden
  • vielfältiges AG-Angebot im Nachmittag: Bewegungs-, Kreativ- als auch Bildungsangebote
  • Bewegung als Element im täglichen Schulleben: Neigungsangebote in den Jahrgängen 5-6, in den nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaften als auch als offene Angebote im Rahmen der Mittagspause

3. Schulkultur, Lern- und Aufgabenkultur

  • innerhalb des Kollegiums feste Absprachen bezüglich der organisatorischen und inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichtsangebots: Teamjahrespläne, regelmäßig aktualisierte Stoffverteilungspläne für die einzelnen Jahrgänge und Schulzweige.
  • Lern- und Aufgabenkultur: Ziel der Individualisierung und Implementierung zunehmend selbstständiger Lernformen
  • individueller Förderpläne als Grundlage des Förderunterrichts
  • für die Jahrgänge 5-8 wöchentlich feste Zeiten der Aufgabenbetreuung im Übungs- und Vertiefungsband
  • institutionalisierte Lernangeboten im Jahresrhythmus: Methoden- und Mediationstrainings während der Zeitfenster, Erwerb des PC-Führerscheins im Jahrgang 5
  • Implementierung kompetenzorientierten Unterrichtens sowie einer anwendungsorientierten Aufgabenkultur und der Selbstständigkeit des Lernens durch die Teilnahme unterschiedlicher Fachschaften (Deutsch, Naturwissenschaft, Mathematik) an Fortbildungsprojekten des Staatlichen Schulamts

4. Kooperation

  • Öffnung der Söhre-Schule in die Herkunftsgemeinden ihrer Schülerinnen und Schüler im Leitbild der Schule festgeschrieben: Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lohfelden, den Kirchen sowie Verbänden und Vereinen
  • Kooperation der Schulsozialarbeit mit der Jugendpflege Lohfelden
  • Weitere Kooperation mit außerschulischen Partnern (Auswahl): Förderverein, Mensaverein, Schul- und Gemeindebibliothek, ASB Nordhessen, Judo-Verein Blau-Weiß Wellerode

5. Partizipation von Schülern und Eltern

  • Eltern- und Schülerbeteiligung im Schulprogramm der Söhre-Schule verankert
  • Mitarbeit von Eltern und Schülern Im Rahmen der im Herbst 2013 installierten Schulentwicklungsgruppe „Ganztag“
  • Information von Eltern und Schülern über die Fortentwicklung des Ganztagskonzepts in Informationsveranstaltungen sowie in regelmäßigen Elternbriefen
  • Diskussion und Beschluss der wesentlichen Aspekte der Weiterentwicklung des Ganztags in allen Gremien

6. Schulzeit und Rhythmisierung

  • Öffnung der Schule ab 7:30 Uhr für den offenen Anfang
  • überwiegende Organisation des Unterrichts in Doppelstunden von 90 Minuten
  • Rhythmisierung des durch die Stundentafel vorgegebenen Pflichtprogramms durch 45-minütige Neigungs-, Förder- und Forder, Klassenratsstunden sowie Zeiten zum Üben und Vertiefen
  • weitestgehende Umsetzung einer alternierenden Aufeinanderfolge von anspannend-neulernenden sowie entspannend-kreativen Fächern
  • 20-minütigen Frühstückspause sowie 60-minütige Mittagspause
  • in der Mittagspause verschiedene offene Freizeitangebote, Ruhe- und Sozialräume sowie die Möglichkeit, sich konzentriert schulischen Arbeiten zu widmen 
  • freiwillige Arbeitsgemeinschaften im Anschluss an den Pflichtunterricht: am Montag, Dienstag und Donnerstag von 15:00 Uhr bis 16.30 Uhr, am Mittwoch und Freitag von 14:00 Uhr bis 15.30 Uhr

7. Raum- und Ausstattungskonzept

Bei der 2009 abgeschlossenen Sanierung und Neugestaltung der Schule ist den räumlichen Anforderungen einer ganztägig arbeitenden Schule Rechnung getragen worden:

  • modernisierte und in freundlich-heller Atmosphäre gestaltete Klassen- und Fachräume
  • helle Sozialflächen, zur Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts
  • zwei Computerräume
  • modern ausgestatteten Lehrküche
  • Spielothek
  • Caféteria
  • großzügige Mensa
  • Trainingsraum
  • Räume für Schülervertretung, Fahrrad-Werkstatt, Streitschlichter, Förderverein
  • weitläufiges Atrium als Versammlungsraum mit Bühne
  • zwei Ruhe- und Rückzugsräume für Schülerinnen und Schüler
  • Schulsporthalle unmittelbar am Schulgelände
  • zahlreiche Bewegungsräume im weitläufigen Schulgelände
  • in den Gebäudekomplex integrierte Gemeinde-und Schulbibliothek
  • Nutzung zahlreicher außerschulischer Räume In Kooperation mit der Gemeinde Lohfelden: Mehrzweckhalle, Lehrschwimmbecken der Regenbogen-Schule, Bürgerhaus sowie Räumlichkeiten der Jugendpflege (Jugendzentrum S’Kuhl, Cafe Logo)

8. Pausen- und Mittagskonzept

  • Angebot eines warmen, gesundheitlich ausgewogenen Mittagessens in der Mensa in Zusammenarbeit mit der Firma BIOND und in Organisation und Durchführung durch den Mensaverein
  • neben dem Tagesmenü täglich ein Nudel- und Pizza-Angebot sowie eine Salatbar mit täglich fünf verschiedenen frischen Salaten und mindestens zwei Dressings
  • Qualitätssicherung des Mensa-Angebots durch regelmäßige Evaluation unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler
  • daneben Angebot kleiner Speisen und Getränke durch die Caféteria

Hier finden Sie das vollständige Ganztagskonzept der Söhre-Schule Lohfelden.

vollständiges Ganztagskonzept (66,7 KiB)