Förderung an der Söhre-Schule Lohfelden

Uns liegt die Förderung aller Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Herzen.

Deshalb werden sie nicht nur in den Hauptfächern, sondern auch in besonderen Schwerpunkten gefördert.

Im Folgenden erhalten Sie detailierte Informationen zu besonderen Förderschwerpunkten.

Details zur Förderung an der Söhre-Schule

Hauptfächer

Förderung in den Hauptfächern

Im Rahmen unserer ganztägigen Arbeit fördern wir Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten in einem der Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik in einer eigens dafür ausgewiesenen wöchentlichen Lernzeit.
Der Förderunterricht wird in folgender Weise organisiert:

  • Alle Jahrgänge haben mindestens eine Unterrichtsstunde „Üben und Vertiefen“ pro Woche. Hier werden insbesondere Inhalte des Hauptfachunterrichts Deutsch, Englisch und Mathematik unter Aufsicht geübt und vertieft. Entsprechende Arbeitsaufträge der Fachlehrer/-innen werden wöchentlich bereitgestellt.
  • Während einer Unterrichtsstunde „Üben und Vertiefen“ findet wöchentlich parallel die individuelle Förderung von Schülerinnnen und Schülern statt, deren Leistungen in Deutsch, Englisch oder Mathematik schwach ausreichend oder schlechter sind. Die Eltern werden nach Feststellung des Förderbedarfs durch die Fachlehrerin / den Fachlehrer durch die Klassenlehrer/-innen über die notwendige Teilnahme am Förderunterricht informiert
  • Die Förderstunden werden im Schuljahr grundsätzlich in drei zeitlichen Abschnitten organisiert. Die Förderung startet jeweils mit Beginn eines neuen Abschnittes.
  • Besteht kein Förderbedarf mehr, kehrt der Schüler bzw. die Schülerin mit Beginn eines neuen Abschnitts in das parallele „Üben und Vertiefen“ zurück oder wechselt bei Bedarf in einen anderen Förderkurs.


Der Förderunterricht wird durch im jeweiligen Jahrgang eingesetzte Fachkolleginnen und -kollegen erteilt.
Die jeweiligen Förderinhalte sind in enger Rückkopplung mit den Fachschaften Deutsch, Englisch, Mathe auf die Inhalte und Methoden des jeweiligen Jahrgangs und des Bildungsgangs abgestimmt.

Damit möchten wir eine optimale Anbindung des Förderunterrichts an die im Jahrgang vermittelten Kenntnisse und Kompetenzen erreichen.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie die Fachlehrerinnen und Fachlehrer zur Seite.

Leseförderung

Das Leseförderkonzept der Söhre-Schule

Im Laufe des Schuljahres 2006/07 haben Mitglieder der Schulentwicklungsgruppe „Entwicklung von Förderkonzepten“ ein Programm zur Verbesserung der Lesekompetenz entwickelt, das in den folgenden Schuljahren überwiegend in den Jahrgängen 5 und 6 umgesetzt wurde.  Dieses Konzept wurde 2010 im Schulprogramm erstmalig sach- und fachbezogen evaluiert.
Es existieren mittlerweile neuere und bessere Diagnoseverfahren, denen wir uns nicht verschließen möchten. Deshalb haben die Schulleitung und  die Deutsch-Fachkonferenz beschlossen, ab dem Schuljahr 2014/15 ein neues Verfahren zur Überprüfung der Lese- und Schreibkompetenz einzusetzen.
Frau Klein vom BFZ und Frau Plücker haben bereits in ersten Fortbildungen die Deutschlehrkräfte im Umgang mit dem Test geschult, so dass wir im September/Oktober 2014 erstmalig mit der Durchführung starten. Es ist geplant, dass es einen verpflichtenden Elternabend zu diesem Test und den Ergebnissen gibt, so dass die Eltern unterstützend in den Prozess einbezogen werden.
Die Söhre-Schule beteiligt sich nach wie vor durch den Erwerb einer Schullizenz an Antolin. Dieses Webportal ermöglicht eine Leseförderung von der ersten bis zur zehnten Klasse. Das Antolin- Programm umfasst viele tausend Bücher, auch in  vielen Fremdsprachen. In der Gemeinde- und Schulbücherei gibt es viele Antolin-Bücher, die speziell gekennzeichnet sind. Indem die Schülerinnen und Schüler Fragen zu dem jeweiligen Buch beantworten müssen, fördert Antolin das sinnentnehmende Lesen und die Lehrkraft kann sich durch einen Klick ins Portal einen Überblick über die Leseleistung und die Lesevorlieben der Klasse verschaffen.
Die Lesestunde, die im Jahrgang 5 und 6 seit vielen Jahren fester Bestandteil des Deutschunterrichts ist, wird von der Schülerschaft geschätzt und intensiv genutzt. Sie bleibt auch weiterhin erhalten.
Die Bücherei, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiert, ist ein wichtiger Bestandteil der Leseförderung. Sie unterstützt den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, schafft Leseanreize und fördert das selbständige Lernen.

Ansprechpartnerin in Fragen der Leseförderung ist Frau Martensen-Jöns.

Leserechtschreibschwäche (LRS)

Lese- und Rechtschreibförderungskonzept

Das Lese- und Rechtschreibförderungskonzept der Söhre-Schule wurde in den letzten Wochen überarbeitet und startet in diesem Schuljahr in eine Testphase. Anders als bisher, werden alle neuen Fünftklässler kurz nach ihrer Einschulung bei und auf ihre Lese- und Rechtschreibkompetenz hin überprüft. Dafür nutzen wir den Diagnostischen Rechtschreibtest für fünfte Klassen (DRT 5) sowie den Frankfurter Leseverständnistest für 5. und 6. Klassen (FLVT 5-6). In dieser flächendeckenden Testung sehen wir die Vorteile, dass

  • bei diagnostizierter LRS ein zeitnaher Beginn der Förderung möglich ist und nicht erst nach einigen Beobachtungswochen
  • die Auswertung der Tests zeigt genau die bestehenden Problembereiche (z. B. bei der Lautbildung, bei Dopplung oder Dehnung, …) auf, an denen dann in der LRS-Förderung mit problemspezifischem Material gearbeitet wird
  • die Auswertung der Tests der Schülerinnen und Schüler, bei denen keine LRS diagnostiziert wurde, kann effektiv für die Förderung im Deutschunterricht und den Förder- und Forderunterricht genutzt werden

Nach Auswertung der Tests (sie erfolgt an unserer Schule) werden zu dieser Thematik Klassenkonferenzen einberufen, die über Art und Umfang des Nachteilsausgleiches, dem Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung oder dem Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung der einzelnen Schülerinnen und Schüler beschließen.
Die drei möglichen Erleichterungsformen, die den Schülerinnen und Schülern gewährt werden können, beinhalten folgende Maßnahmen:

1.Nachteilsausgleich (Differenzierung hinsichtlich der Art und Weise der Leistungserbringung)

  • mehr Zeit
  • methodisch-didaktische Hilfen wie größerer Schrift, anders gestaltete Arbeitsblätter
  • differenzierte Hausaufgabenstellung

Der Nachteilsausgleich wird nicht im Zeugnis vermerkt; die Klassenkonferenz entscheidet über Art und Umfang

2. Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung (Differenzierung hinsichtlich der Leistungsanforderungen bei gleichbleibenden fachlichen Anforderungen)

  • differenzierte Aufgabenstellungen
  • mündliche statt schriftliche Arbeiten

Diese Variante wird nicht im Zeugnis vermerkt; die Klassenkonferenz entscheidet über Art und Umfang

3. Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung (beinhaltet Differenzierung hinsichtlich der Leistungsanforderungen bei geringeren fachlichen Anforderungen)

 

  • differenzierte Aufgabenstellung
  • mündliche statt schriftliche Arbeiten
  • stärkere Gewichtung der mündlichen Leistung
  • zeitweise Verzicht auf Lese- und Rechtschreibleistung

Vermerk im Zeugnis und unter Arbeiten; die Klassenkonferenz entscheidet über Art und Umfang

Wird einer Schülerin oder einem Schüler eine der drei oben genannten Erleichterungen gewährt, so ist sie/er verpflichtet, an einem schulischen LRS-Förderkurs teilzunehmen.
Die LRS-Förderung findet einmal wöchentlich für die Jahrgänge 5–9 im Jahrgangsverbund statt. Hierfür hat die Söhre-Schule Material für alle Bereiche der Lesens und der Rechtschreibung angeschafft, an dem die Kinder je nach Diagnoseergebnis unter Anleitung einer Förderlehrerin/eines Förderlehrers arbeiten.
Die Eltern werden schriftlich über das Ergebnis der Klassenkonferenz informiert und können sich bei Fragen jederzeit über das Sekretariat an die LRS-Beauftrage wenden.

Ihre Ansprechpartnerin an der Schule ist Frau König-Plücker.

Rechenschwäche

In Mathe kein Land in Sicht?

Neben dem Förderkurs haben wir die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern mit einer besonderen Schwäche beim Rechnen in Kleingruppen mit maximal fünf Kindern gesondert zu helfen, ihre Schwierigkeiten mit Mathematik zu überwinden.
Sie erkennen besondere Schwierigkeiten z. B. an folgenden Merkmalen:

Ihr Kind kann nicht sicher in 1er-, 10er- oder 5er-Schritten vorwärts und rückwärts zählen. Die dabei zugrundeliegende Struktur kann nicht erklärt werden.
Ihr Kind kann einfache Grundrechenaufgaben im kleinen Zahlenraum bis 100 nicht lösen.
Ihr Kind kann einfache mathematische Zusammenhänge, z. B. wie man Zahlen vergleicht, nicht erklären.

Die Vermutung, dass eine besondere Schwierigkeit beim Rechnen vorliegen könnte, erfolgt durch die Mathematik- und Klassenlehrerinnen und -lehrer. Den Schwerpunkt richten wir dabei auf den neuen Jahrgang fünf. Nach Information der Eltern führen wir zu Beginn bei den uns genannten Schülerinnen und Schülern einen Diagnosetest durch. So können wir feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Rechenschwäche handelt, wo ihr Kind Probleme hat und wo wir mit der Förderung ansetzen müssen, um Grundkenntnisse aufzubauen. Die gesonderte Förderung findet in der Regel parallel zur Lernzeit statt, so dass ihr Kind keinen anderen Unterricht verpasst.
Dabei arbeiten wir nicht parallel zu den Unterrichtsinhalten – denn man lernt nicht vor dem Gehen Laufen. Der Kurs soll eine solide Grundlage vermitteln, wie z. B. den sicheren Umgang im kleinen und großen Zahlenraum und die Vorstellungen zu den Grundrechenarten.
Im Gegensatz zur Lese- und Rechtschreibschwäche ist bei einer Rechenschwäche im Hessischen Schulgesetz in der weiterführenden Schule kein Nachteilsausgleich vorgesehen.

Zuständige für den Bereich Rechenschwäche und Ihre Ansprechpartner an der Schule ist Frau Driesen.