Söhre-Schule als Fairtrade-Schule

Seit Mai 2015 ist die Söhre-Schule als Fairtrade-Schule anerkannt. Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss eine Schule zwei Kriterien erfüllen.
Zum einen sollen die Probleme des weltweiten Handels mit Lebensmitteln wie z.B. Preisverfall durch multinationale Unternehmen, Kinderarbeit und Ausbeutung der Arbeiter im Unterricht thematisiert worden sein, zum anderen sollte an der Schule der Verkauf von fair gehandelten Waren erfolgen.
Ersteres war nicht schwer. Die Thematik des Handels mit Lebensmitteln, die Probleme bei der Wertschöpfung werden in Fächern wie Politik und Wirtschaft, Erdkunde oder Gesellschaftslehre in verschiedenen Jahrgangsstufen behandelt, womit zum Verständnis und zur Sensibilisierung bei den Schülerinnen und Schülern beigetragen wird.
Die zweite Forderung wurde auf ungewöhnliche Weise erfüllt: Da sich der Verkauf von fair gehandelten Waren an der Schule selbst als noch nicht durchführbar erwies, entwickelte man im Rahmen einer Fortbildung aus dem Erdkunde/PoWi-Bereich, an der vier Lehrkräfte der Schule teilnahmen, ein Konzept.

SuS der Fairtrade-Karren
Schülerinnen und Schüler des Fairtrade-Projektes mit Bürgermeister Reuter

Als Projekt entstand der Verkauf von fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Schokolade, Kakao, Honig und Keksen auf dem freitags stattfindenden Wochenmarkt. Die Gemeinde Lohfelden unterstützt das Projekt, indem sie keine Standgebühren erhebt, und die Sparkasse Lohfelden stellte das Konto für die finanziellen Transaktionen gebührenfrei. Ein Marktwagen und ein Sonnenschirm wurden angeschafft und seit Mai 2015 verkaufen die Schülerinnen und Schüler in wechselnder Besetzung zu zweit oder zu dritt mit ihrem Lehrer die Produkte mit einem Aufschlag von 50 Cent pro Artikel. Eine Stellwand informiert die Besucher des Marktes und Käufer darüber, dass dieser Aufschlag für ein seit längerem bestehendes Hilfsprojekt der Schule verwendet wird: Eine Schule in Nsanfo in Ghana/Afrika wird damit unterstützt.
Auf dem Wochenmarkt haben die Schüler an ihrem Stand schon einige Stammkunden, die z. T. Produkte regelrecht „bestellen“. Bisher sind fast 300 Euro zusammengekommen, so dass bald die erste Geldspende erfolgen kann.
Nicht nur auf dem Wochenmarkt werden die Artikel verkauft, auch im Kollegium hat es sich schon herumgesprochen, dass man an der Schule fair-gehandelte Produkte erwerben kann und gleichzeitig ein gutes Projekt unterstützt. So wird z. B. der Kaffeekonsum des Kollegiums komplett über diese Quelle abgedeckt.
Die Anerkennung der Söhre-Schule als Fairtrade-Schule soll im Sommer des Jahres im Rahmen einer kleinen Feier gewürdigt werden. Über den Fortschritt des Projekts kann man sich auch auf der Fairtrade-Homepage informieren.

Ansprechpartner an der Schule ist Herr Jochen Buchler

Kontakt zur Universität Kassel, die das Projekt Globalisiertes Lernen - FairTrade-Marktkarren begleitet.