Verbindliche Regelungen für den Distanzunterricht an der Söhre-Schule

An dieser Stelle möchten wir über die im Rahmen der Gesamtkonferenz der Lehrkräfte beschlossenen Regelungen für die Zeit des Distanzunterrichts informieren. 

Distanzunterricht erfolgt entweder
a) im Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht (Stufe 3) 

oder

b) als ausschließlicher Distanzunterricht (Stufe 4)

 

Grundsätzlich gilt: Distanzunterricht ist kein Homeschooling.


Die Schüler/-innen lernen in Haupt- und Nebenfächern entsprechend ihres Stundenplans nach Anleitung durch die Lehrkräfte und nicht wie im Homeschooling angeleitet durch die Eltern. Die im Distanzunterricht zu erbringenden Leistungen werden bewertet. 

Die Gesamtkonferenz der Söhre-Schule hat folgende Regelungen für den Distanzunterricht in Stufe 3 und 4 beschlossen: 

Bereitstellung von Aufgaben durch die Lehrkräfte

  • Die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien und Aufgaben erfolgt immer wochenweise und zwar spätestens am Vorabend der ersten Wochenstunde des jeweiligen Faches bis 18.00 Uhr.
  • Als Richtlinie für die Hauptfächer gilt: Der Zeitaufwand für den Distanzunterricht entspricht dem halben Stundenplanumfang. Für die Nebenfächer gilt: Der zu erwartende Umfang der Bearbeitung darf in keinem Fall die zur Verfügung stehende Zeit im Präsenzunterricht überschreiten.
  • Die Materialien und Aufgaben werden auf den für die Klassen vorliegenden padlets oder auf dem Schulportal eingestellt. Hier gelten die Absprachen, die die Klassenleitung mit den Schülerinnen und Schülern getroffen haben.

Sollte eine Übermittlung von Aufgaben auf digitalem Wege nicht möglich sein, werden individuelle Lösungen getroffen, z.B. Abholung in der Schule. 

NUR für Stufe 4: 

  • Grundsätzlich wird die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch Videokonferenzen (z. B. jit.si) empfohlen. Auch hier trifft die Fachlehrkraft Absprachen mit der Lerngruppe. Das kann je nach Fach und Schulzweig variieren. 

NUR für Stufe 3: 

  • Die Durchführung von Videokonferenzen während der Unterrichtszeit ist im Wechselmodell nicht möglich, weil die Lehrkräfte zu den Unterrichtszeiten mit einem Teil der Lerngruppe Un- terricht im Klassenraum halten. Auch feste Telefonsprechstunden können dann nur außerhalb der Unterrichtszeiten liegen. 

Feedback zu den Aufgaben im Distanzunterricht: 

  • Die Fachlehrkräfte geben Aufgaben in unterschiedlichen Formaten, verschiedenen Aufgaben- stellungen und Zeitvorgaben für die Erledigung und Übermittlung an die Schüler/-innen. 
  • Das können Aufgaben zum Üben und Wiederholen sein, aber auch Aufgaben zu neuen Themengebieten. 
  • Bei Wiederholungsaufgaben können Lösungsblätter zur Selbstkontrolle zur Verfügung gestellt werden. Auch in diesem Fall übermitteln Schüler/-innen ihre Bearbeitung an die Lehrkraft. Es erfolgt hierzu kein individuelles Feedback der Lehrkraft. 
  • Bei anderen Aufgaben erfolgt ein Feedback an die Schüler/-innen. 
  • Falls keine bzw. nur mangelhafte Arbeitsergebnisse vorgelegt werden, werden die Sorgeberechtigten des Schülers/der Schülerin durch die Lehrkraft informiert.

Anders als im letzten Schuljahr werden die Leistungen, die im Distanzunterricht erbracht werden, bewertet. 

Erreichbarkeit von Lehrkräften 

  • Grundsätzlich können alle Schüler/-innen und alle Eltern mit den entsprechenden Fachlehrkräften in Kontakt treten, entweder per Email, per Telefon oder über das Schulportal. 
  • Die Sprechzeiten sowie die Form der Erreichbarkeit (telefonisch oder persönlich) werden den Schülern/-innen durch die Lehrkräfte in geeigneter Form kommuniziert. 

Verbindliche Regelungen für Schüler/-innen: 

  • Die Materialien und Bücher dürfen nicht in der Schule verbleiben und müssen mit nach Hause genommen werden, sofern dies noch nicht geschehen ist. 
  • Die Schüler/-innen bearbeiten die Aufgaben und übermitteln ihre Lösungen innerhalb des von der Lehrkraft angegebenen Zeitrahmens. Diese Aufgabenergebnisse werden als pdf-Dokument per Mail an die Lehrer/-innen geschickt oder im Schulportal unter „Mein Unterricht“ hochgela- den. 
  • Nur in Ausnahmefällen erfolgt die Kommunikation über vereinbarte Messenger-Dienste (z. B. schul.cloud oder WhatsApp). 
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden sich bei Nachfragen über die vereinbarten Kommunikationswege an die Lehrer/-innen. 

Verbindliche Regelungen für Eltern: 

  • Die Eltern verdeutlichen ihren Kindern, dass auch im Rahmen des Distanzunterrichts die Schulpflicht weiterbesteht und schulische Arbeitsaufträge verbindlich zu bearbeiten und innerhalb der vorgegebenen Fristen zu übermitteln sind. 
  • Die Eltern nehmen die wöchentlich bereitgestellten Aufgaben und Materialien zur Kenntnis und überprüfen den Arbeitsfortschritt ihrer Kinder sowie die Rückmeldungen an die Lehrkraft. 
  • Die Eltern unterstützen ihre Kinder bei der Wochenplanung des Distanzunterrichts. 
  • Bei Problemen hinsichtlich der Bereitstellung und Bearbeitung von Aufgaben wenden sich die Eltern umgehend an die Fachlehrkraft und/oder die Klassenleitung. 

Mit diesen Regelungen hoffen wir, die besonderen Herausforderungen des Distanzunterrichts gemeinsam meistern zu können. 

Lohfelden, im Januar 2021 

Arno Scheinost
(Schulleiter) 

 

Hinweise zu Videokonferenzen

Liebe Eltern,

anlässlich zunehmender Störungen bei der Durchführung von Videokonferenzen bitte ich Sie, die folgenden wichtige Informationen zu beachten.

 

Umgang mit Videokonferenzsystemen

aufgrund der anhaltenden Pandemielage werden im Schulbetrieb zur Durchführung des Unterrichts teilweise Videokonferenzsysteme eingesetzt.

Auch wenn dadurch Unterricht vor Ort nicht ersetzt werden kann, sind sie doch ein wichtiger Baustein der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schüler*innen.

Leider haben sich in den letzten Wochen in mehreren Fällen unbekannte Personen Zutritt zu Videokonferenzen verschafft (sogenanntes „Zoombombing“).

Angesichts dieser Vorfälle möchten ich Sie auf den Umgang mit Videokonferenzsystem aufmerksam machen und Sie bitten, auch Ihr Kind hierfür zu sensibilisieren.

Insbesondere bitte ich Sie folgende Punkte zu beachten:

  • Konferenzkennungen sowie Passwörter für Distanzunterricht mittels Videokonferenzsystemen dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden und insbesondere nicht auf Sozialen Medien veröffentlicht werden.
  • Eine Aufzeichnung oder Übertragung des Unterrichts an Dritte darf nicht erfolgen. Ein solches Verhalten kann gemäß § 201 Strafgesetzbuch strafbar sein.
  • Das Teilen von unangemessenen Inhalten ist verboten. Im schlimmsten Fall (bei Aufnahmen sexualisierter Gewalt an Kindern, Antisemitismus etc.) stellt die Speicherung und Verbreitung eine Straftat dar. 
  • Während des Distanzunterrichts mittels Videokonferenzsystemen sollte darauf geachtet werden, dass die Schüler*innen keine sensiblen persönlichen Informationen von sich oder Dritten preisgeben.
  • Die Schüler*innen sollten angehalten werden, sich bei verdächtigen Vorkommnissen unverzüglich an die Lehrkräfte und/oder Eltern zu wenden. Auf die Möglichkeit, strafrechtliche Schritte einzuleiten (beispielsweise Strafanzeige zu stellen), wird hingewiesen.
  • Bei Bedarf kann schulpsychologische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihr Kind im Schulalltag mit solchen Vorfällen nicht konfrontiert werden. 

Bitte nehmen Sie mit der Klassenleitung oder der Schulleitung Kontakt auf, wenn Ihr Kind Ihnen von entsprechenden Vorgängen berichtet. 

 

Weitere Voraussetzungen sollten zur erfolgreichen Durchführung von Videokonferenzen erfüllt sein:

Sichtbarkeit von Teilnehmer*innen

Aufgrund fehlenden Datenvolumens oder nicht vorhandener technischer Ausstattung kann es möglich sein, dass Schüler*innen ohne Einsatz einer Kamera an Videokonferenzen teilnehmen. Damit eine persönliche Ansprache unter den Teilnehmer*innen erleichtert wird, sollte in der Regel aber die Kamera eingeschaltet sein. Dies ist umso wichtiger, wenn sich Lehrkräfte im Zuge eines Lehrerwechsels zum Halbjahr erstmals ihren Schüler*innen vorstellen.

Verhalten und angemessenes Erscheinungsbild

Die Durchführung von Videokonferenzen darf wie der Präsenzunterricht nicht durch unangemessenes Verhalten bzw. Beiträge gestört werden. Mobilfunkgeräte sollten grundsätzlich ausgeschaltet sein und dürfen nur auf Aufforderung der Lehrkraft genutzt werden.

Ich bitte außerdem darum, dass die Schüler*innen pünktlich, in angemessener Kleidung sowie an ihrem häuslichen Arbeitsplatz an Videokonferenzen teilnehmen. 

Klarnamen

Die Schüler*innen sollen sich mit Klarnamen anmelden. Die Lehrkräfte habe ich diesbezüglich darauf hingewiesen, ausschließlich Schüler*innen mit Klarnamen an einer Videokonferenz teilnehmen zu lassen.

Teilnahme an fremden Videokonferenzen

Die Teilnahme an fremden Videokonferenzen ist selbstverständlich nicht erlaubt.

 

Ich weise darauf hin, dass von Seiten der Schule bei einem Fehlverhalten einzelner Schüler*innen pädagogische Maßnahmen bzw. Ordnungsmaßnahmen nach § 82 (2) des Hessischen Schulgesetzes zur Sicherung eines geordneten Schul- und Unterrichtsbetriebs ergriffen werden. 

Für weitere Informationen möchte ich auf die Handreichung des Hessischen Kultusministeriums zum Jugendmedienschutz sowie auf den Flyer des Netzwerks gegen Gewalt - Medienkompetenz für Eltern hinweisen.

Abschließend möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit in dieser für alle schwierigen Zeit bedanken und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Arno Scheinost
(Schulleiter)